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Uelzener EXPO-Projekt zieht erste Zwischenbilanz

20.000 Besucher in Uelzen Hundertwasser-Ausstellung und Architekturprojekt entwickeln sich zum Publikumsmagneten.

Die drei Initiatoren des EXPO-Projekts Bahnhof 2000 Uelzen haben am 17.7. 2000 eine erste Zwischenbilanz gezogen: Raimund Nowak, Jacques Voigtländer und Klaus Schlademann nahmen dabei zu dem Baufortschritt des Hundertwasser-Architekturprojektes und zur Besucherresonanz Stellung.

Kernstück des EXPO-Vorhabens ist der Umbau des Empfangsgebäudes und der Bahnsteige des Uelzener Bahnhofs nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser. Der plötzliche Tod des Künstlers und Baumeisters sowie bautechnische Probleme haben zu Verzögerungen bei der Fertigstellung geführt. Zum EXPO-Start konnte nur eine Baustelle angeboten werden.

Diese hat sich jedoch in den letzten Wochen völlig verändert. Mittlerweile sind im Außenbereich des Gebäudes und in den Bahnsteigzonen die wichtigsten Hundertwasser-Elemente erstellt worden. Bunte Keramiksäulen verzieren die Gebäudeecken und tragen die goldenen Kugeln, die den Hundertwasser-Bau schon von fern ankündigen. Ein Wartehäuschen und der Fahrstuhlturm zeigen mit tanzenden Fenstern, Säulen und Türmchen typische Bestandteile der Hundertwasser-Bauweise. Am 19. Juli wurde eine große Glaskuppel als "gläserne Krone" wurde auf den Südkopf gesetzt. Dieser gläsernen Öffnung wird vom Innern des Gebäudes ein Baum entgegenwachsen. Ab Ende August werden dann erste Teile des Gebäudes bezugsfertig sein.

Trotz Baustellensituation hat sich das Uelzener EXPO-Projekt zu einem Publikumsmagneten mit steigender Anziehungskraft entwickelt. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die große Hundertwasser-Ausstellung, die seit Mitte April direkt am Bahnhof gezeigt wird. Bis Ende Juni haben ca. 20.000 Besucher die Ausstellung, die noch bis zum 31.11. 2000 läuft, besucht. Die Zahl der Kunstinteressierten, die nur die Architektur-Baustelle besichtigt haben, kann nur geschätzt werden. Die Projektgruppe geht davon aus, dass hier seit Juni gut 6.000 weitere Besucher vor Ort waren.

Damit gehört Uelzen sicher zu den besser besuchten EXPO-Projekten", sagte Raimund Nowak. Bei zunehmendem Baufortschritt erwartet Nowak eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen. Zumal für die nächsten drei Monate bereits eine Vielzahl von Anmeldungen vorliegt.

Die Mehrzahl der Besucher kommt aus dem Bereich Lüneburg, Hamburg, Braunschweig. Auch im Vergleich mit anderen dezentralen EXPO-Standorten kann sich Uelzen sehen lassen: Trotz Werbeausgaben von fast 1,5 Mio. DM konnten z. B. die 12 Berliner EXPO-Projekte zusammen bisher nur ca. 20.000 Besucher begrüßen. Die Besucherzahl in Uelzen ist umso erstaunlicher, als insgesamt die Besucherzahl der auswärtigen EXPO-Gäste in Hannover nur sehr gering ist und fast alle Städte in Norddeutschland in Erwartung der EXPO-Gäste eigene Angebote entwickelt haben.

 

 
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© Bahnhof 2000 Uelzen e.V. - Impressum - 24.10.2003