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Projektbericht 2000 - Bewertung der EXPO-Beteiligung2.1 Handicap 1: Unerwartet schlechte Besucherresonanz der EXPO 2000Wie allgemein bekannt, hat die Weltausstellung EXPO 2000 nicht die erwartete Publikumsresonanz erzielen können. Statt der 40 Mio. Besucher wurden nur ca. 18 Mio Besucher gezählt. Besonders enttäuschend war dabei die Besucherzahl aus dem Ausland, die mit ca. 10 % der Besucher sehr weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und die Zahl der über mehrere Tage in der Region Hannover/Niedersachsen weilenden Gäste. Nach anfänglich extrem schwachen Besucherzahlen hat die Weltausstellungsgesellschaft verbilligte Sondertickets für den Nachmittag und den Abend eingeführt. Dies führte zu einem Anstieg der Besucherzahlen auf dem Weltausstellungsgelände und gleichzeitig zu einer erheblichen Konkurrenz für die Kultur- und Tourismusangebote in der Region und im weiteren Umland. Die Anbieter in den dezentralen EXPO-Standorten hatten somit nicht nur unter den schwachen Besucherzahlen der EXPO zu leiden, auch die Einführung der verbilligten Tickets entwickelten sich zu einer übermächtigen Konkurrenz. Angesichts der schwachen Besucherzahlen auf dem Gelände war zudem kaum eine Neigung bei den Organisatoren der EXPO vorhanden, Besucher für die dezentralen Projekte zu interessieren. Angesichts dieser Rahmenbedingungen konnten in vielen dezentralen EXPO-Standorten die Erwartungen nicht erfüllt werden. Statt erwarteter großer Besucherströme von auswärtigen „Mehrtagesbesuchern", auf die sich die gesamte „EXPO-Region" mit zusätzlichen touristischen Angeboten eingestellt hatte, mussten die dezentralen Anbieter mit dem höchst attraktiven Programm auf dem Weltausstellungsgelände, das auch viele Menschen aus der weiteren Umgebung Hannovers mehrmals auf das EXPO-Gelände lockte, konkurrieren. 2.2 Handicap 2: Verzögerung der BauarbeitenDas Uelzener Projekt Bahnhof 2000 Uelzen war in der Situation, dass zum EXPO-Beginn der Bahnhof sich als Baustelle präsentierte, auf der bis zum August / September nur sehr wenig von den Bauelementen Hundertwassers zu sehen war. Zudem wurde die Baumaßnahme im Gebäude von Norden nach Süden vorgenommen, so dass der attraktivere Teil des Gebäudes mit der Gastronomie im Laufe der EXPO nicht fertiggestellt werden konnte. Für besondere Aktivitäten zur Präsentation der Baustelle stellte die DB AG keine Mittel zur Verfügung. Zudem zeigten die beteiligten Bauunternehmen nur eine sehr geringe Bereitschaft, sich bei den Baumaßnahmen auf Baustellenbesucher einzurichten. Aufgrund der baulichen Verzögerungen konnte die vereinbarte Umweltministerkonferenz (Bund und Länder) im Juli nicht in Uelzen stattfinden. 2.3 Trotz schlechter Rahmenbedingungen eine positive BilanzTrotz dieser schwierigsten Rahmenbedingungen kann das Projekt Bahnhof 2000 Uelzen zu den erfolgreichsten Weltweiten Projekten der EXPO 2000 gezählt werden. Es ist unbestritten, dass die Realisierung ohne die Anerkennung als EXPO-Projekt nicht möglich gewesen wäre. Das Engagement der Deutschen Bahn, des Landes Niedersachsen und verschiedener Sponsoren war nur im Zusammenhang mit der EXPO möglich. Im Vergleich zu anderen EXPO-Standorten haben sich die (notorisch unterfinanzierten Kommunalhaushalte) nur in einem vergleichsweise geringen Umfang an den Investitionskosten (ca. 1,2 Mio. DM) beteiligt. Die Aufwendungen für Konzeptentwicklung, Werbung und Projektbegleitung waren mit großer Sicherheit die niedrigsten Aufwendungen aller dezentralen EXPO-Standorte. Die Gesamtaufwendungen von Stadt und Landkreis über den Zeitraum von 1995 bis 2000 dürften sich in einer Größenordnung von ca. 120.000 DM1 bewegen, was in etwa den kommunalen Kosten für die Durchführung des Uelzener Stadtfestes im Jahr 2000 entspricht. Unterstützung durch die Bereitstellung von Personal wurde seitens der Stadt und Kreisverwaltung nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. Dadurch sind auch auf diesem Wege nur geringe Kosten für die kommunalen Haushalte angefallen. 2.3.1 Gute Präsenz auf dem EXPO-Gelände und im UmfeldAuf dem EXPO-Gelände und in der Gastgeberstadt Hannover war das Bahnhofsprojekt sehr gut vertreten. Auf dem Gelände wurden die Projektflyer an mehreren Stellen auf dem (großen) Stand der DB AG in dem eigenen Display angeboten. Der Projektteil Rail&Sun war in das Präsentationskonzept eingearbeitet. Im Global-House war eine Video-Präsentation abrufbar. Im Themenpark war eine von der Sparkassenorganisation initiierte "Kunstschublade" über das Bahnhofsprojekt ausgestellt.
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